Ob das Kind im letzten Jahr oder vor einigen Jahren verstorben ist – für die Eltern ist es wie gestern.
Auch nach vielen Jahren hört die Trauer nicht auf, aber sie verändert sich. Nach dem Verlust kommt das Überleben, und dann das Erlernen des Weiterlebens ohne das Kind. Die Trauer aber bleibt.
Die offene Selbsthilfegruppe „Mariposa“ ist ein Angebot, dass sich an Familien richtet, deren Kind schon einige Zeit verstorben ist, unabhängig von der Todesursache.
Begleitet wird die Gruppe von zwei Gruppenleiter/innen.
Unsere Folgeangebot ist für Familien, deren Verlust schon einige Zeit zurückliegt. Die Trauer um ein Kind ist nicht „klassisch“ nach einem Jahr vorbei. Wir haben den Tod unseres Kindes überlebt. Wir leben mit dem Verlust unseres Kindes.
Und es ist auch nicht „irgendwann wieder gut“. Trauer dauert meist länger als wir denken. Für uns Betroffene bedeutet der Verlust unseres Kindes und die Trauer im wahrsten Sinne des Wortes lebenslang.
Deshalb ist es immer wieder wichtig, auch nach Monaten und Jahren, füreinander da zu sein.
Keiner ist in seinem Verlust allein.
Wir sind weiter für einander da.
Die Selbsthilfegruppe „Mariposa“ trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat um 19 Uhr.
Unser nächstes Treffen:

Auch der Einstieg in diese offene Gruppe ist jederzeit möglich. Es sollte jedoch im Vorfeld möglichst eine Kontaktnahme über unsere Rufnummer erfolgen, um gemeinsam einzuschätzen, ob dieses Folgeangebot das richtige Unterstützungsangebot für Sie ist bzw. ob eine Alternative notwendig ist.
Für Anmeldungen oder bei Fragen zur Gruppe sind wir über unser Vereins-Handy erreichbar: 01 71 /6 11 14 54.
Auch für diese Gruppe gilt:
• Vertraulichkeit
Was in der Gruppensitzung ausgetauscht wird, wird außerhalb davon nicht erwähnt. Insbesondere wird außerhalb der Gruppe nicht über andere Gruppenteilnehmer gesprochen.
• Freiwilligkeit
Jede/r darf sprechen, muss aber nicht.
Jede/r soll sich aber mindestens vorstellen und kann von seinem Verlust, seinen Gedanken, Erlebnissen und Gefühlen sprechen.
• Wir geben uns gegenseitig Raum
Jeder bekommt seine Zeit. Wir hören uns gegenseitig zu. Kurze Nachfragen sind erlaubt, aber nicht das Gespräch übernehmen.
• Respekt
Jede Äußerung ist gleich wichtig und kann einfach so stehen bleiben, wie sie gesagt wird. Es wird nicht kommentiert und es gibt auch keine ungebetenen Ratschläge.
• Jeder kann so sein, wie er ist
Gefühle und Gedanken im Trauerprozess sind individuell und sehr unterschiedlich. Es darf geweint werden.
• Jede Trauer ist gleich wichtig
Es werden keine Unterschiede gemacht, welches Schicksal mehr oder weniger schlimm ist.
• Eigenverantwortlichkeit
Jede/r achtet auf sich selbst und die eigenen Grenzen.

